Maike Oberle

Vocal
Maike Oberle

Wie ich an anderer Stelle auf dieser Homepage schon erwähnte, ist es für mich stets sehr wichtig, möglichst junge, aber auch außergewöhnliche Musiker in meiner Band zu präsentieren. Und tatsächlich habe ich 2012 auf einem Weihnachtsmarkt mal wieder eine junge Sängerin gehört, die mich mit ihrer Stimme und ihrer unbeschwerten Bühnenpräsenz einfach mal so aus meinem musikalischen Gleichgewicht brachte. Ich gab ihr drei Stücke aus unserem Repertoire und ich war schlichtweg platt, wie ein Teenie, der fast 45 Jahre jünger ist als ich, mir einen Funk-Titel vor den Latz knallte und auch noch Spaß mit der Musik hatte. Weitere Kommentare sind an dieser Stelle überflüssig - einfach kommen und hören.


Thorsten Rheinschmidt

Drums
Thorsten Reinschmidt

Kam Anfang 2012 als Nachfolger von Jochen Ritter in die Band.
Studierte bis 2012 an der Musikhochschule Mannheim (Jazz und Popularmusik) und ist ein gefragter Live- und Studio-Drummer ('Max Giesinger', 'Reich & Schön', 'Salto Vocale' ...)
Außerdem ist er als Komponist und Arrangeur tätig.


www.thorstenrheinschmidt.de


Bernd Nold

Bass
Bernd Nold

Bernd Nold wollte vor vielen Jahren das erste Mal bei uns einsteigen und war auch zum Vorspielen in der Probe. Da er damals schon ein hervorragender Bassist war, hätten wir ihn auch sofort genommen. Er hat aber auch ab und zu mal verrückte Ideen, die er dann auch noch durchzieht. Damals hatte er eine Reportage über Afrika und die Menschen dort gesehen, die ihn so begeisterte, daß er sein Hab und Gut veräußerte und von heute auf morgen an die Elfenbeinküste auswanderte. Zumindest für drei Monate - dann kam er zum Glück wieder zurück. Über viele Jahre hinweg hat man ihn in diversen Jazz- und Rockformationen in Karlsruhe gesehen bis ich ihn im Jahre 1999 mit extrem hohen Gagenversprechungen überzeugen konnte, bei uns mitzuspielen. Heute ist er eher der ruhige Pol in der Band, mal von kleinen Spinnereien abgesehen. Auf alle Fälle ist er ein 100%-zuverlässiger Musiker und Mensch - und nur mit solchen Typen kann man eine 10-köpfige Band am Leben erhalten.


Alexander Krieg

Keyboards
Alexander Krieg

kam 1981 mit der 'Murgtal-Connection' in die Band
sein letzter Auftritt war am 23.07.1983 auf dem Wiesenfest in Keltern
kam dann wieder 1995 in die Band und hat mit uns bis ca. 1999 gespielt
hat in Bern studiert, ist Diplom-Jazzer und betreibt heute ein Tonstudio in Forbach
als sein Sohnemann 'Constantin Krieg' 2015 berühmt wurde, ist er zum dritten Mal in meine Band eingestiegen
er kann es einfach nicht lassen (zum Glück)

Gerald Sänger

Guitar
Gerald Sänger

Eigentlich kenne ich ihn schon gefühlte 150 Jahre und habe ihn schon mindestens 1000 mal mit Respekt auf der Bühne bewundert. Dies wiederum macht es für mich natürlich noch unverständlicher, warum ich ihn erst 2013 in meine Band geholt habe. Ein exzellenter Gitarrist, der in vielen musikalischen Stilen zuhause ist und eine ebenso gesangliche Leistung abliefert.

www.guitargary.de

Manfred Kinle

Trumpet
Manfred Kinle

Manfred Kinle studierte 1981 an der UNI-Karlsruhe Elektrotechnik und suchte eine Band.
Über einen Aushang in der Cafeteria der PH wurde ich auf ihn aufmerksam.
Er kam in die erste Probe und spielte alles vom Blatt weg, so daß ich erst mal meinen Unterkiefer wieder in Position bringen mußte.
Somit hat er damals schon unseren Bläsersatz auf ein Niveau gestellt, das es nicht mehr vielen Musikern ermöglichte, bei uns mitzuspielen.
Nach seinem Studium hat er uns 1990 leider verlassen und ist in die Nähe von Mannheim gezogen, bis wir ihn im Juli 2004 mit hier nicht zu nennenden Geldbeträgen davon überzeugen konnten, daß wir ihn sehr brauchen.

www.kinle.com


Bernhard Münchbach

Trumpet
Bernhard Münchbach

Bernhard Münchbach kenne ich seit vielen Jahren.
Er ist Trompeten-Profi und hat unter anderem auch mit Götz Treptau zusammengespielt. Als Götz eines Tages nicht mit uns spielen konnte, hat er Bernhard Münchbach als Aushilfe engagiert. Eine halbe Stunde vor Beginn des Auftritts im Schlachthof in Karlsruhe kam er, hat seine Trompete ausgepackt und unser Repertoire fehlerfrei runtergespielt
Seit 2008 ist er festes Mitglied in meiner Band und nimmt den Platz von 'Ingo Schulze' ein.

www.bmw-music.de


Pirmin Ullrich

Sax
Pirmin Ullrich

Kam 1991 für Peter Lehel in die Band bis ca. 1995 und hat seither immer wieder sporadisch ausgeholfen.
War Mitglied im Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg.
Studierte an der Musikhochschule in Stuttgart und spielte in verschiedenen Bigband-Projekten mit Peter Herbolzheimer, Pete York, Jiggs Wigham, Erwin Lehn und Johannes Faber.
Außerdem arbeitet er als Musiklehrer an der Musikschule Bühl.
Seit 2008 ist er wieder festes Mitglied der Band, worüber ich mich sehr freue.

Norbert Moritz

Trombone/ Tuba
Norbert Moritz

Wie ich zur Posaune kam oder wie sich die Zeiten ändern!!

Mein Großvater Josef Moritz lebte in einer Wohnung über einem Gasthaus, in dem auch der örtliche Musikverein probte. Obwohl mein Großvater kein Instrument spielte und auch eher unmusikalisch war, nahm er doch sehr am musikalischen Vereinsleben teil. So kam es nun, dass der Musikverein eine neue Schülerkapelle gründen wollte und deshalb alle Durmersheimer aufrief, ihre Kinder für die Jugendkapelle anzumelden. Abends fragte dann mein Großvater den Dirigenten, ob er denn zufrieden wäre mit den Neuanmeldungen.

Originalton: "Oh, s'isch wie immer: 10 Klarinedde, 20 Schlagzeiger unn in Stall voll Trombede."

Als ihn mein Großvater fragte, was er denn noch bräuchte, meinte der Dirigent, dass z.B. Posaunen auch sehr wichtig wären. Daraufhin zitierte mein Großvater seinen Sohn Otto (praktisch meinen Vater) zu sich und sagte zu ihm mit ausgestrecktem Zeigefinger:

"Unn du lernsch Posaun - ferdigg."

30 Jahre später spielte sich eine ähnliche Szene ab, aber diesmal zwischen meinem Vater und mir.

1964 wollte der Musikverein mal wieder eine Schülerkapelle gründen und da mein Vater inzwischen für die Jugendausbildung verantwortlich war, gab es für mich als 12-jährigen kein Entrinnen. Also fragte er mich, welches Instrument ich gerne lernen würde?
Ganz klar - Trompete!

Origianlton: "Also dess kommd ibberhapt nid in Froag - unn du lernsch Posaun - ferdigg."

Für diesen Satz werde ich ihm mein ganzes Leben lang dankbar sein. (immerhin hatte er mich aber gefragt, was ich spielen wolle)

Wie ging es weiter?

In den ersten Jahren wurde ich natürlich von meinem Vater ausgebildet, was die ganze Sache auch nicht einfacher machte - aber es begann trotzdem recht schnell auch 'Spaß zu machen'.
Im Übrigen durfte ich vom ersten Tag an auf seiner 'Jazzposaune' spielen. Diese Posaune hatte er nach dem Krieg aus amerikanischer Gefangenschaft mit nach Deutschland gebracht und ich habe bis heute niemand gesehen, der eine solche Posaune besitzt.
Später schickte er mich auf das Konservatorium in Karlsruhe, wo ich für einige Jahre Posaunenunterricht bei einem 'richtigen Posaunisten' geniesen durfte. Da man sich auf dem Konservatorium aber mit klassischen Etüden, Tonleitervariationen und konzertanten Vortragsstücken herumplagen mußte, war dies natürlich auch nur mit einer Konzertposaune gestattet. Also musste auch ich mir eine ordentliche Posaune zulegen und meine geliebte 'Jazzposaune' wurde auf Eis gelegt.
In der Zwischenzeit hatte ich mich entschieden, auch noch Gitarre zu lernen. Da mein Vater in den Fünfziger und Sechziger Jahren eine eigene Tanzkapelle leitete, schickte er mich zu seinem ehemaligen Gitarristen, der damals schon eine 'Gibson' besaß und so richtig nach Noten spielen konnte.
Es dauerte nicht lange und als ich 5 Akkorde beherrschte, spielte ich auch schon in der ersten Band-ähnlichen Gruppierung, einer sogenannten Beatkapelle, mit.
Posaune oder überhaupt Blasinstrumente gehörten zu jener Zeit in den Musikverein und hatten mit Pop-Musik nichts zu tun.
Wenn ich da Ende der Sechziger Jahre nicht plötzlich etwas von einer Band names 'CHICAGO' und einer Band namens 'Blood, Sweat & Tears' gehört hätte.
Leider habe ich es bis heute nicht geschafft, 'CHICAGO' jemals live zu erleben.
Aber es gab dieses für mich alles entscheidende Konzert in Frankfurt in der Jahrhunderthalle.
1973: Reihe 2 - Sitz 9: 'Blood, Sweat & Tears'
Nach diesem Konzert habe ich 2 gravierende Entscheidungen getroffen:
- ich werde auch so eine Band haben
- ich muss Tuba lernen

Das mit der Tuba habe ich relativ schnell verwirklichen können, wobei es dabei auch einige Schwierigkeiten gab. Aber dies, und warum meine erste Tuba grün war und was mit ihr passiert ist, habe ich in einem eigenen Kapitel festgehalten.
Das größere Problem war, Musiker zu finden, die auf einem musikalischen Niveau waren, um Stücke von 'CHICAGO' oder 'Blood, Sweat & Tears' spielen zu können.
So hat es immerhin bis 1981 gedauert, bis ich die richtigen Musiker zusammen hatte. Da anfangs viele Studenten in meiner Band mitspielten, war es ein ständiges Kommen und Gehen, so daß ich bis zum heutigen Tage 91 Musiker 'verbraucht' habe.
1981 habe ich übrigens auch meine alte 'Jazzposaune' wieder hervorgekramt und sie, so gut es ging, auch wieder spielfähig gemacht.
Mit Sicherheit ist jede andere Posaune leichter zu spielen, aber mit Sicherheit gibt es keine andere Posaune, die so klingt wie meine.
Und deshalb spiele ich sie bis zum heutigen Tag und habe auch nicht vor, sie in absehbarer Zeit wieder beiseite zu legen.
Genauso wie ich auch nicht vorhabe, meine Band in absehbarer Zeit ausklingen zu lassen - und darauf könnt ihr euch verlassen.


Frank Hampe

Sax
Frank Hampe

Frank Hampe wurde in Vancouver geboren, wuchs am Bodensee auf und hat in Karlsruhe studiert. Er kam 1995 als Nachfolger von Pirmin Ullrich in die Band und spielt hauptsächlich Bariton-Saxophon, obwohl er auch ein sehr guter Tenor-Saxophonist ist.
Ich wurde durch einen Aushang im Jazzclub Karlsruhe auf in aufmerksam, wobei er mir vor kurzem erzählte, daß dieser Zettel schon ein Jahr lang hing, bevor ich ihn entdeckte.
Zuvor hatte er schon im Landesjugendjazzorchester und diversen Karlsruher Bands mitgespielt.
Als er 1998 sein Studium in Karlsruhe beendete, siedelte er in die Nähe von Tauberbischofsheim um, wo er heute auch lebt.
Aber selbst eine Anfahrtsstrecke von über 150 km kann ihn nicht davon abhalten, weiterhin in meiner Band mitzuspielen, wofür ich ihm sehr großen Respekt entgegenbringe.

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© 2008 Moritz-Band